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schnell spülen, sonst stinkts

21. Juni 2008

Nichts neues, aber es stinkt mal wieder gewaltig nach „positivem Patriotismus“. Nicht nur weil deutsche Bürger seit Donnerstag mal wieder richtig ausgelassen feiern können, sondern es gibt zudem noch einen Eklat um den Juso-Landesvorsitzenden aus Mecklenburg Vorpommern. Dieser hatte in seinem Profilbild bei StudiVZ eine Deutschlanfahne im Klo. Die Stunde für heimattreue Superhelden hatte damit geschlagen. Vorne dran, der CDU-Landtagsabgeordnete Marc Reinhardt – er fordert den Rücktritt.

Konkret geht es um das Nutzerkonto von Hagen beim Studentenportal „StudiVZ“, in das ein Bild eingestellt wurde, auf dem eine Deutschlandfahne in einer Toilette zu sehen war. Für Reinhardt Grund genug, dass Hagen sein Amt aufgibt. „Die Revolutionäre des Jahres 1848/49 haben die Farben Schwarz-Rot-Gold festgelegt. Die Abgeordneten der Deutschen Nationalversammlung, die erste deutsche Volksvertretung überhaupt, haben 1848 in der Frankfurter Paulskirche Schwarz-Rot-Gold als deutsche Flagge festgelegt. Schwarz-Rot-Gold steht als Sinnbild für die deutsche Demokratie. Wer wie der Landesvorsitzende der Jusos dieses nationale Symbol ins Klo wirft, verabschiedet sich aus den Reihen der Demokraten. Er ist als Funktionär einer demokratischen Organisation untragbar!“, so der CDU-Landtagsabgeordnete.

Wieder muss die Demokratie herhalten. Der patriotische Jungabgeordnete als Kämpfer für die Demokratie – zur kürzlich erschienen Studie der Friedich-Ebert-Stiftung hat man von ihm nichts vernommen. Stattdesses wirft er denjenigen Demokratiefeindlichkeit vor, die sich politisch engagieren. Abgrenzung von einem deutschen Nationalismus, den man für gefährlich hält ist verboten. Eine Debatte, die man in der Öffentlichkeit verliert. Diese Ausgrenzung ist wahrlich eine „deutsche Tugend“.

Links:

Deutschlandfahne im Klo: Juso-Landesvorsitzender gerät in Kritik (Endstation Rechts)

CDU-Abgeordneter fordert Rücktritt von Juso-Chef wegen Fahnen-Foto (ad hoc news)

Juso-Foto von Deutschland-Flagge im Klo empört CDU (Ostsee Zeitung)

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volksmob randaliert in franfurt/oder

20. Juni 2008

Es passt nicht in das Bild - keine Verschwörung, sondern der schwarz-rot-goldene Konsens ist auch in den Medien nicht zu durchbrechen – eine Gruppe von 250 deutschen Fans zieht nach dem Fußballspiel zwischen Deutschland und Portugal vom Public Viewing durch Frankfurt Oder und randaliert, eine 24-jährige Passantin wird am Oberkörper verletzt. Es ist wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen bis man darauf stößt, dass die „Krawallmacher“ unter anderem auch Kennzeichen von verfassungswidrigen Organisationen trugen. Dass es sich dabei um Nazis handelt, wird nicht erwähnt – die Welt soll ein fröhlich, feierndes Deutschland sehen, das nun endlich ein „entspanntes Verhältnis zu ihrer Nation“ gefunden hat. In diesem Sinne: Deutschland raus aus den Köpfen!

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deutschland tut weh

19. Juni 2008

Gerade gefunden bei der Süddeutschen Zeitung:

Seine Jubelfahrt nach dem Einzug der deutschen Mannschaft ins EM-Viertelfinale hat für einen jungen Münchner Fußballfan tragisch geendet. Der 17-Jährige war in der Nacht zum Dienstag mit seinem Motorroller in der Barerstraße in der Innenstadt unterwegs.

Um den Hals gebunden hatte er eine Deutschlandfahne, die hinter ihm im Fahrtwind wehte, wie die Polizei mitteilte. Plötzlich verfing sich der Stoff aber im Hinterrad und riss den jungen Mann nach hinten vom Roller. Bei dem Sturz erlitt er ein Schädelhirntrauma und wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus eingeliefert.

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kein fußball dem sexismus

18. Juni 2008

Wahrlich ein Thema, das in der linken Kritik – an dieser Stelle auch Selbstkritik – zur EM untergeht. Kein Proforma, sondern ein Hinweis auf eine längst überfällige Kampagne mit dem Namen „Expect Resistance: Kein Fußball dem Sexismus“. Wie MÄDCHENBLOG berichtet, kommt es neben der erschreckend hohen Anzahl alltäglicher häuslicher Gewalt gegen Frauen, während Männerfußball-Großereignissen zu einem Antstieg um 30 % .

Hier noch ein Beitrag von Polylux über Homophobie im Fußball:


polylog fussball schwul @ www.polylog.tv/videothek

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